Den Seitenaufbau im Web mit wenig Aufwand beschleunigen?Das ist natürlich das Ziel von allen Webdevelopern. Aus diesem Grund haben sich auch ein paar kluge Köpfe bei Google damit beschäftigt und eine elegante Lösung am Server dafür gefunden, in dem sie das SPDY-Protokoll entwickelt haben und propagieren
Um SPDY einsetzen zu können braucht man 2 Dinge:
- Einen Server, der das SPDY-Protokoll unterstützt
- Einen Browser, der SPDY versteht
Da SPDY von Google entwickelt wurde, liegt es nahe, dass SPDY von Google Chrome unterstützt wird. In neueren Versionen unterstützen aber auch Firefox und Opera das neue Protokoll. Safari und der IE bieten (noch) keine Unterstützung.
Am Server benötigt man auch eine kleine Änderung. Hat man aber schon einen SSL-enabled HTTP-Server (SSL scheint als Bedingung für SPDY zu sein), so ist der Aufwand sehr gering.
Unter Linux braucht man eigentlich nur die Anweisungen von der SPDY-Homepage zu befolgen.Man installiert per yum das Paket „at“ und installiert anschließend die rpm von der Homepage.
Nach einem einfachen Restart des WebServers (bspw. per /etc/init.d/httpd restart) ist die Installation schon erledigt. Ob das Ganze funktioniert, kann man auch sehr einfach im Browser testen (in Chrome öffnet man dazu eine Webseite auf dem SPDY-aktivierten Server und gibt anschließend in der Adresszeile chrome://net-internals/#spdy ein. Nun sollte der Server in der angezeigten Liste aufscheinen).
So schafft man es mit einfachen Mitteln das Laden von Webseiten auf dem eigenen Server enorm zu beschleunigen (im Optimalfall reduziert man die Ladezeit um nahezu 60%).
Beim Zusammenspiel zwischen mod_php und mod_spdy scheint es noch einige Probleme zu geben. Anscheinend funktioniert Multi-Threading nicht mehr fehlerfrei, wenn beide Module aktiv sind.
Um das Problem zu umgehen, kann man in Apache PHP auch mit Hilfe des FastCGI Modules ausführen lassen. Eine genauere Anleitung zur Einrichtung von FastCGI für php kann man auf der SPDY-Homepage in diesem Artikel finden.