Teil 3: Bildgalerie mit Verzeichnis synchronisieren

Ein offener Punkt, der bei der Synchonisation meiner Bildgallerie auftritt (ein Skript zur Synchronisation wurde ja in Teil 1 und Teil 2 besprochen), ist die Verwendung von Daten aus xmp-Dateien. Solche Dateien werden von Bildverwaltungsprogrammen (beispielsweise Adobe Lightroom) verwendet, um Entwicklunsgeinstellungen abzuspeichern.

In der letzten Version des Skripts wird das Kommandozeilenprogramm „ufraw-batch“ verwendet, welches die Daten aus xmp-Dateien ignoriert. Der nächste Schritt in der Verbesserung der Synchronisation ist es also, die Veränderungen am Bild in Lightroom auch in der Bildgallerie zu sehen und das ist über die Daten in der xmp-Datei machbar.

Da ufraw-batch die Dateien ignoriert, ist es notwendig, das Tool zum Extrahieren der JPG-Bilder aus den RAW-Dateien zu wechseln. In der neuen Version kann zwischen darktable-cli und ufraw-batch gewählt werden. Wird dabei darktable-cli verwendet, so werden (abhängig von der verwendeten Version von darktable) die Informationen aus den xmp-Dateien bei der Bildextraktion verwendet.

Da sich darktable derzeit in Entwicklung befindet und noch nicht gerade als fertig angesehen werden kann, ist es notwendig, eine aktuelle Version aus dem git-Repository zu verwenden, damit möglichst viele Informationen aus dem xmp-Sidecar-File verwendet werden. Ebenso gibt es derzeit noch einen Bug, der es erforderlich macht, die xmp-Datei abzuändern. Dieses Problem kann aber umgangen werden, in dem man die Informationen in der xmp-Datei mit exiftool verändert und anschließend aus einer temporär kopierten RAW-Datei (und dem temporär erstellten xmp-File) extrahiert. Im Skript selbst gibt es deshalb die neuen Optionen „useRedecodeCopy“ und „useRedecodeXmp“.

Das arbeiten mit exiftool hat den weiteren Vorteil, dass man bei der Extraktion des JPG-Files selbst bestimmen kann, welche Informationen verwendet werden sollen und welche nicht. An dieser Stelle kann man in die xmp-Datei auch ein Copyright setzen.

Das Skript sieht in der aktuellen Version auf github als gist zur Verfügung.

Wird das Flag useRedecodeXmp verwendet, so ruft das Skript jetzt also das Kommandozeilenprogramm „exiftool“ auf. Die Parameter können zu Beginn des Skripts leicht abgeändert werden, momentan arbeite ich aber mit der Übergabe einer Konfigurationsdatei. Diese Datei findet sich hier.

3 Gedanken zu „Teil 3: Bildgalerie mit Verzeichnis synchronisieren“

  1. Wenn man in Piwigo auch Vorschaubilder für Videos generieren will, dann kann man dies mit dem Piwigo-Plugin „piwigo-videojs“ umsetzen. Dazu ändert man im Skript die Funktion „copy_movie“ so ab, dass nach dem Kopieren der Video-Dateien ein Verzeichnis „pwg_representative“ erstellt wird (welches leer bleibt).
    Wurde dieses Verzeichnis erstellt, so kann das Plugin in der Piwigo-Admin-Oberfläche Thumbnails erstellen.

  2. Man kann auch die Synchronisation in piwigo selbst automatisieren.
    Das geht mit einem Perl-Skript, welches man im Piwigo-Forum findet.

    Trägt man nun beide Skripts in crontab ein, dann hat man eine vollständige automatische Synchronisation zwischen einem Verzeischnis und Piwigo (inkl. RAW- und Video-Konvertierung) erreicht.

  3. Hat man gerade keinen X-Server zur hand, um mit darktable-cli arbeiten zu können, so hilft einem Xvfb weiter. Der Befehl xvfb-run kann dann einfach vor das Kommando angehängt werden und schon funktioniert darktable auch ohne gestarteten X-Server.

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