MakeMKV ist ein Programm, das zum Rippen von CDs/DVDs und BluRays verwendet werden kann. Im Unterschied zu vielen anderen Programmen, welche ebenfalls das Sicherung von optischen Medien erlauben, bietet das MKV-Containerformat (in welches MakeMKV – wie der Name schon andeutet – konvertiert), das die Filme dann einfach mit einem Medienserver gestreamt werden können.
Das Streaming von eins-zu-eins Kopien (etwa im ISO Format) ist nicht einfach möglich, weshalb MKV-Container eine sehr große Verbreitung erlangt haben. Aus diesem Grund bietet etwa der Plex-Medienserver eine Unterstützung für Filme bzw. Serien, die als MKV-Datei gespeichert wurden.
Es gibt allerdings zwei Einschränkungen beim Verwenden des MKV-Formates:
- Das Menü der DVD/BluRay geht verloren-
Das ist meist kein besonders großes Problem, da es etwa Plex oder auch Kodi zu einem gewissen Teil nachbildet (die Episoden einer Serie sind immer noch direkt anwählbar; dabei wird meist sogar etwas Zusatzinformation dargestellt, welche aus dem Web abgerufen wird). - 3D-BluRays lassen sich zwar mit MakeMKV rippen, die Wiedergabe als 3D Film ist aber etwas problematischer. Das Ergebnis eines erfolgreichen 3D-Rips ist eine MKV-Datei, welche im so genannte MVC-Format abgespeichert wird. Die Wiedergabe solch einer Datei ist momentan ausschließlich mit dem StereoscopicPlayer möglich und wird etwa von Kodi (noch) nicht unterstützt. Das ändert sich zwar sicher auch früher oder später (momentan eher später, da ffmpeg das MVC-Format noch nicht unterstützt und so ziemlich jede Freeware auf die ffmpeg-Library zurückgreift), aber zumindest lassen sich MVC-Dateien als „normale“ MKV-Datei wiedergeben (also in 2D, obwohl eine „3D-Datei“ gerippt wurde). Es ist also zumindest nicht notwendig, irgendwann nochmal alles neu zu rippen, um irgendwann seine 3D-Medien auch wirklich in 3D ansehen zu können.
Da Speicherplatz mittlerweile ja sehr billig ist (und noch immer billiger wird), rate ich stark dazu, von den Medien, welche gerippt werden sollen, möglichst viel Information zu ziehen. Das Abwählen von bspw. Untertiteln spart zwar ein wenig Platz (naja… wirklich viel ist das auch nicht -> beim Wegklicken aller Untertitel und fast aller Sprachspuren konnte ich bei einer DVD etwa 10% des benötigten Platzen einsparen (knapp 500MB)), bemerkt man aber später, dass man sie doch braucht (ging mit bei einer Doku so, bei der Interviews in französischer Sprache geführt wurden und ausschließlich mit Hilfe von Untertiteln „übersetzt“ wurden), ist es notwendig den gesamten Film nochmals zu rippen.
Aus diesem Grund sollte man in den Einstellungen von MakeMKV zuerst den Expert-Mode aktivieren (im Reiter Allgemein), um danach unter „Advanced->Default selection rule“ folgende Einstellung zu setzen:
+sel:all
Noch ein Tipp am Rande:
Solange MakeMKV als Beta läuft kann man sich jeden Monat einen offiziellen Aktivierungsschlüssel des Programms aus dem offiziellen Forum holen.